Konten

Konto

Alles, was du über Konten wissen solltest…

Ein Konto ist ein Platz bei einer Bank. Dort kannst du Geld sicher aufbewahren, Geld bekommen oder mit diesem bezahlen. Das Konto dokumentiert alle deine Geldbewegungen. Es gibt viele Arten von Konten und die wichtigsten stellen wir dir vor.

Was ist ein Konto?

Ein Konto ist wie ein Geldtresor bei der Bank. Du kannst:

  • Geld einzahlen
  • Geld abheben
  • Überweisungen machen
  • Daueraufträge einrichten

Jedes Konto hat eine Kontonummer. Mit der Kontonummer weiß die Bank, wem das Konto gehört. Über die Nutzung der Kontonummer können andere Menschen dir Geld senden. 

Vor einer Kontoeröffnung bedenke folgendes…

  • Vergleiche unterschiedliche Konten, bevor du eins eröffnest. Prüfe die Kosten, den Service, die Leistungen und die Bank selbst auf Nachhaltigkeit & Fairness – denn du sollst Freude mit deinem neuen Konto haben.

  • Achte auf folgende Kosten:
      • Monatliche Grundgebühr
      • Buchungskosten
      • Ausführungsgebühr von Daueraufträgen
      • Anschaffungskosten für das TAN-Gerät (App, Generator usw.)
      • Abhebungsgebühren am Geldautomaten
      • Kartengebühren ( Girokarte, Kreditkarte)
      • Überweisungsgebühren (besonders ins Ausland)
  • Prüfe wieviel Zinsen du auf dein Geld erhältst.

  • Achte auf den Überziehungszins des Dispos.
  • Achte auf das Filialnetz und die Verfügbarkeit von Geldautomaten. 

  • Prüfe die Bedingungen, die an die Kontoeröffnung geknüpft sind:
      • monatlichen Zahlungseingang in einer bestimmten Höhe
      • Gehaltseingang
      • Depoteröffnung
      • Genossenschaftsbeiträge bei der VR Bank
  • Entscheide Dich für ein entsprechendes Kontomodell…

Kontenmodelle

Im Leben kann es hilfreich sein, mehrere Konten zu haben. Jedes Konto erfüllt einen Zweck. Wer seine Konten clever miteinander verknüpft, hat mehr Überblick, spart Zeit und schützt sich vor Problemen.

Girokonto

Das Girokonto ist das Konto, das die meisten Menschen benutzen. Fast alle Zahlungen im Alltag laufen über das Girokonto.

Das Girokonto:

Geld bekommen 

Geld überweisen 

Mit Karte bezahlen

Geld am Automaten abheben

Sparkonto

Ein Konto, auf dem du Geld sicher sparst und Zinsen bekommst.

Das Sparkonto:

Du bekommst Zinsen, wenn du dein Geld dort lässt. Du kannst jederzeit Geld einzahlen oder abheben.

Mit einem Sparkonto kannst du Geld für später sparen – zum Beispiel für Urlaub, ein neues Handy oder Notfälle.

Tagesgeldkonto

Flexibles Sparkonto mit variablen Zinsen, jederzeit verfügbar.

Das Tagesgeldkonto:

Ein Tagesgeldkonto ist ein Konto bei der Bank, auf dem du Geld sparen kannst.
Du bekommst Zinsen für dein Geld und kannst es jederzeit abheben.
Es ist gut, wenn du flexibel bleiben willst und dein Geld sicher liegen soll. 

Basiskonto

Ein Basiskonto ist ein einfaches Konto bei einer Bank oder Sparkasse. Jeder Mensch der in der EU wohnt, auch jene die ohne festen Wohnsitz sind und Asyl suchen haben einen Rechtsanspruch auf ein Basiskonto.

Das Basiskonto:

Mit diesem Konto kannst du:

Geld einzahlen

Geld abheben

Rechnungen bezahlen

Geld überweisen

Lastschriften zulassen (zum Beispiel für Miete oder Strom)

Festgeldkonto

Geldanlage mit fester Laufzeit und garantierten Zinsen.

Das Festgeldkonto:

Ein Festgeldkonto ist ein Konto bei der Bank, auf dem du Geld für eine feste Zeit sparst.
Du bekommst dafür Zinsen, aber kannst das Geld in dieser Zeit nicht abheben.
Es ist gut, wenn du dein Geld sicher anlegen willst und es eine Weile nicht brauchst. 

Gemeinschafts- oder Partnerkonto:

Konto, das mehrere Personen gemeinsam nutzen.

Das Partnerkonto:

Ein Partnerschaftskonto ist ein gemeinsames Konto für zwei Personen, zum Beispiel für ein Paar. Beide können Geld einzahlen, abheben und Rechnungen bezahlen – alles läuft über ein Konto. Das ist praktisch, wenn man zusammen lebt und gemeinsame Ausgaben wie Miete oder Einkäufe hat. 

Kautionskonto

Ein Konto für Mietkautionen – das Geld bleibt dort sicher.

Das Kautionskonto:

Ein Kautionskonto ist ein spezielles Bankkonto für die Mietkaution. Du zahlst dort Geld ein, wenn du eine Wohnung mietest – als Sicherheit für den Vermieter. Das Geld bleibt gesperrt, bis du ausziehst. Dann bekommst du es zurück, oft mit Zinsen. 

Jugendkonto

Ein Konto für junge Menschen, oft mit besonderen Regeln.

Das Jugendkonto:

Ein Jugendkonto ist ein Bankkonto für Jugendliche. Damit können junge Leute ihr Taschengeld oder Lohn sicher aufbewahren und lernen, mit Geld umzugehen. Du kannst Geld überweisen, mit Karte bezahlen und online dein Konto anschauen – aber nur so viel ausgeben, wie drauf ist.

Treuhandkonto

Ein Konto, das jemand treuhänderisch für andere verwaltet.

Das Treuhandkonto:

Ein Treuhandkonto ist ein besonderes Bankkonto, auf dem Geld für eine andere Person sicher verwaltet wird.
Der Treuhänder – zum Beispiel ein Notar oder Anwalt – darf das Geld nur nach bestimmten Regeln benutzen.
Das Konto schützt beide Seiten, zum Beispiel bei einem Hauskauf oder einer Erbschaft. 

Termingeldkonto

Ein Konto, bei dem das Geld für eine bestimmte Zeit festgelegt ist.

Das Termingeldkonto:

Ein Termingeldkonto ist ein Konto, auf dem du Geld für eine feste Zeit anlegst.
Du bekommst dafür einen festen Zinssatz – aber kannst das Geld erst nach Ablauf der Zeit wieder nutzen.
Es ist gut, wenn du dein Geld sicher parken willst und es eine Weile nicht brauchst. 

Sperrkonto

Ein Konto, bei dem das Geld erst später benutzt werden darf.

Das Sperrkonto:

Ein Sperrkonto ist ein Bankkonto, auf das du nur eingeschränkt zugreifen kannst. Es wird oft von ausländischen Studierenden in Deutschland genutzt, um zu zeigen, dass genug Geld für den Lebensunterhalt da ist. Jeden Monat wird nur ein fester Betrag freigegeben.

Fremdwährungskonto

Ein Fremdwährungskonto ist ein Bankkonto, das in einer anderen Währung geführt wird – zum Beispiel in US-Dollar oder Schweizer Franken statt in Euro.

Das Fremdwährungskonto:

Du kannst damit Geld in dieser Währung empfangen, überweisen oder sparen, ohne jedes Mal umtauschen zu müssen. Das ist praktisch, wenn du oft mit dem Ausland zu tun hast oder von Wechselkursen profitieren willst. 

Anderkonto

Ein Konto, das jemand für eine andere Person verwaltet.

Das Anderkonto:

Ein Anderkonto ist ein besonderes Bankkonto, das von einem Treuhänder – zum Beispiel einem Anwalt oder Notar – für jemand anderen geführt wird.
Das Geld auf dem Konto gehört nicht dem Treuhänder, sondern einer anderen Person und wird sicher und getrennt verwahrt. 

Pfändungsschutzkonto

Ein P-Konto (Pfändungsschutzkonto) ist ein spezielles Girokonto, das dein Guthaben vor Pfändungen schützt. Jeden Monat bleibt dir ein gesetzlich festgelegter Freibetrag, über den du frei verfügen kannst.
So stellst du sicher, dass du trotz Schulden weiterhin Miete, Lebensmittel und wichtige Rechnungen bezahlen kannst.

Das P-Konto:

Schützt dein Geld vor Gläubigern

Du darfst einen Teil des Geldes behalten, auch wenn Schulden bestehen

Du kannst ein normales Girokonto in ein P-Konto umwandeln

Erste Schritte zur neuen Kontoeröffnung

So eröffnest du ein Offline – Konto bei einer Bank:

  • Gehe zu der Bank deiner Wahl
  • Bringe deinen Personalausweis oder Reisepass und eine aktuelle Meldebescheinigung mit. 
  • Je nach Bank und persönlichen Umständen können zusätzliche Dokumente wie Einkommensnachweise oder eine Schufa-Auskunft verlangt werden. 
  • Fülle das Formular der Bank zur Kontoeröffnung aus.
  • Die Bank prüft deine Daten.
  • Du bekommst deine Kontonummer und Karte.

So eröffnest Du ein Online – Konto bei einer Bank:

  • Suche dir eine Bank, die zu dir passt.
  • Online-Antrag ausfüllen: Gib deine Daten auf der Webseite der Bank ein.
  • Identität bestätigen: Das geht per Video-Ident (per Kamera) oder Post-Ident (in der Filiale).
  • Warte auf Posti: Danach bekommst du deine Bankkarte und die Zugangsdaten per Post.

Schritt für Schritt zum Kontowechsel

Banken sind verpflichtet, dir beim Wechsel zu helfen. Dieser muss schnell erfolgen. Die neue Bank muss deine aktuellen Daueraufträge, Überweisungen und Lastschriften übernehmen. Du hast einen gesetzlichen Anspruch auf die Wechselhilfe.

Deine neue Bank muss schnell sein, sobald sie von der alten Bank die Informationen und Daten für den Wechsel erhalten hat. Denn nach fünf Geschäftstage muss die neue Bank die Daueraufträge eingerichtet haben, Lastschriften akzeptieren und Kontoeinzahlern wie deinem Arbeitgeber, das neue Konto genannt haben.

Voraussetzung hierfür ist: Beide Banken müssen außerdem in Deutschland ansässig sein. Die Konten müssen beide in derselben Währung geführt werden.

Checkliste: So wechseln Sie Ihre Bank – PDF download

 

 

Stelle alle Zahlungen auf das neue Konto um (z. B. Gehalt, Lastschriften, Daueraufträge). Führe das alte und neue Konto für drei Monate parallel nebeneinander. Auf dem alten Konto halte noch etwas Geld für mögliche Gebühren und Buchungen zurück. Kündige das alte Konto, wenn du dir sicher bist, dass nun alles richtig umgestellt ist.

Wichtig ! Besorge dir noch alle Kontoauszüge und wichtige Unterlagen des alten Kontos, denn nach der Kündigung wird dies schwer oder gar nicht mehr möglich sein.  

Fazit

Konten sind sehr wichtig, um Geld zu verwalten. Sie helfen dir beim Bezahlen, Sparen und Schützen deines Geldes. Es gibt viele Arten von Konten. Überlege, welches Konto zu dir passt, und nutze es verantwortungsvoll.

Vergleich der besten Basis- & Girokonten

Auf der Webseite der Bafin kannst du Girokonten und Basiskonten vergleichen. Du siehst zum Beispiel:

  • wie viel das Konto kostet

  • ob Gebühren für Karten anfallen

  • wie hoch die Zinsen bei Überziehung sind

Der BaFin-Kontenvergleich zeigt dir viele Angebote – neutral und unabhängig. Du kannst die Suche mit Filtern anpassen, damit du ein Konto findest, das gut zu dir passt.

Die Nutzung ist kostenlos. Die BaFin gibt keine Empfehlungen, sondern zeigt dir nur die Infos.