Verletztengeld

Verletztengeld ist eine wichtige finanzielle Hilfe, wenn du nach einem Arbeitsunfall oder wegen einer Berufskrankheit nicht arbeiten kannst. Es wird von der gesetzlichen Unfallversicherung gezahlt und ersetzt einen großen Teil deines Einkommens.

Was ist Verletztengeld?

Verletztengeld ist eine Entgeltersatzleistung der gesetzlichen Unfallversicherung. Du bekommst es, wenn du durch einen Arbeitsunfall, Wegeunfall oder eine Berufskrankheit arbeitsunfähig wirst. Es soll dein Einkommen sichern, solange du nicht arbeiten kannst. DGUV

Wer hat Anspruch auf Verletztengeld?

Du bekommst gemäß §45 SGB VII Verletztengeld , wenn:

  • du wegen eines Versicherungsfalls arbeitsunfähig bist
  • oder du wegen einer Heilbehandlung ganztägig nicht arbeiten kannst
  • und du unmittelbar vorher Anspruch auf Arbeitsentgelt, Arbeitseinkommen oder bestimmte Sozialleistungen hattest (z. B. Krankengeld, Bürgergeld, Arbeitslosengeld) Sozialgesetzbuch (SGB)

Wie lange bekommst du Verletztengeld?

  • Zuerst zahlt dein Arbeitgeber bis zu 6 Wochen Entgeltfortzahlung.
  • Danach übernimmt die Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse das Verletztengeld.
  • Du bekommst es solange, wie du wegen des Unfalls oder der Berufskrankheit arbeitsunfähig bist oder eine Heilbehandlung brauchst.

Wie hoch ist das Verletztengeld?

Das Verletztengeld beträgt:

  • 80 % deines Regelentgelts,
  • aber nicht mehr als dein Nettoarbeitsentgelt. DGUV

Von diesem Betrag werden noch Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung abgezogen. Damit ist Verletztengeld meist höher als Krankengeld, das nur 70 % des Bruttos beträgt.

Wer zahlt das Verletztengeld?

  • Zuständig ist deine Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse.
  • Die Auszahlung erfolgt oft über deine Krankenkasse, aber das Geld stammt aus der Unfallversicherung. DGUV

Verletztengeld für Eltern

Auch Eltern können Verletztengeld bekommen, wenn ihr Kind unter 12 Jahren einen Unfall in Schule oder Kita hat und dadurch Betreuung nötig wird. TK

Warum ist Verletztengeld so wichtig?

  • Es schützt dich finanziell nach einem Unfall.
  • Es ist höher als Krankengeld.
  • Es gilt nur für Unfälle und Krankheiten, die mit deiner Arbeit zusammenhängen.
  • Es unterstützt dich während der gesamten medizinischen Behandlung.

Fazit

Verletztengeld ist ein zentraler Baustein der gesetzlichen Unfallversicherung. Es sorgt dafür, dass du nach einem Arbeits- oder Wegeunfall finanziell abgesichert bist. Die gesetzlichen Grundlagen stehen in § 45 SGB VII, und die Leistung ist klar geregelt: 80 % deines Regelentgelts, gezahlt ab Woche 7 deiner Arbeitsunfähigkeit.